Ostermontag
Historischer Kontext
Der Ostermontag ist ein gesetzlicher Feiertag in Luxemburg und wird am Tag nach dem Ostersonntag gefeiert.
Der Ostermontag verlängert die Feier der Auferstehung Christi. In Luxemburg ist dieses Fest tief in der Tradition verwurzelt. Der Bretzelsonndeg (Brezelsonntag), drei Wochen vor Ostern, ist ein einzigartiger luxemburgischer Brauch, bei dem Jungen einem Mädchen eine Brezel schenken und sie zu Ostern mit einem Schokoladenei antwortet.
Luxemburger Familien veranstalten Eiersuchen in Gärten und Parks. Der Eimaischen, ein traditioneller Ostermarkt, findet am Ostermontag auf dem Fischmarkt und im Grund-Viertel in Luxemburg-Stadt statt. Dort werden Peckvillercher verkauft, kleine vogelförmige Tonpfeifen, eine Tradition aus dem 17. Jahrhundert.
Regionale Traditionen
Luxemburg-Stadt
Der Eimaischen-Markt belebt seit 1827 die Gassen der Altstadt. Star des Marktes sind die Peckvillercher, vogelförmige Tonpfeifen, die nur an diesem Tag verkauft werden. Jedes Jahr wird ein neues Design entworfen, was sie zu begehrten Sammlerstücken macht.
Nospelt
Die historische Töpferhauptstadt (1458-1914) veranstaltet einen parallelen Eimaischen. Die Peckvillercher-Tradition wurde 1957 wiederbelebt. Das Dorf beherbergt ein eigenes Töpfermuseum, und die Pfeifen werden aus übrig gebliebenem Ton gefertigt.
Ländliche Dörfer
Vor Ostern werden die Kirchenglocken zum Schweigen gebracht. Kinder schwingen hölzerne Ratschen, die Klibberen, durch die Dörfer, um die Zeiten der Gottesdienste anzukündigen. Dieser Brauch ist besonders in kleineren ländlichen Gemeinden lebendig.